Flussbarsch

 

 

 

Flussbarsch ( Perca fluviatilis )
 
 
 
Beinamen: Bürschling, Perschke, Bars, Bors
 
Durchschnittslänge/Masse: 15-25 cm / 0,15kg
 
Maximallänge/Masse: 50 cm bei 2 kg
 
 
Günstigste Fangzeit: ganzjährig zu fangen, doch bessere Exemplare im Spätsommer und Herbst bis einschließlich erste Hälfte Oktober
 
Beschreibung: Der Körper ist relativ hochrückig und wirkt insgesamt gedrungen. An den Seiten hat der Barsch 5-9 schwärzliche Querbinden, die sehr auffällig sind. Das Maul ist endständig bis minimal oberständig. Der Kiemendeckel hat am hinteren Rand einen gut fühlbaren Dorn. Der Rücken des Barsches ist dunkelgrün, die Seiten sind messinggelb bis grünlich und der Bauch ist weißlich gefärbt. Am Ende der ersten, stacheligen Rückenflosse ist ein blauschwarzer Fleck. Die bauchseitigen Flossen sind meist gelb-rot. Die Rückenflossen, die am Ansatz fast aneinander stoßen, sind grau.
 
 
Vorkommen: Der Barsch ist ein gefräßiger Raubfisch, der ruhiges Wasser liebt. In Flüssen steht er gerne hinter Baumwurzeln, Buhnenköpfen oder Floßholz. In Seen an den sogenannten "Barschbergen" (Seeerhebungen). Der Barsch ist in nahezu allen Gewässern, auch in den Brackwasserzonen anzutreffen. Bei starken Beständen tritt häufig eine Verbuttung (Zwergwuchs) auf. Der Barsch durchstreift in Gruppen das Gewässer, kommt dabei aber immer zu seinem Lieblingsplatz zurück.
 
Nahrung: Kleine Fische, Krebse, Insekten, Würmer. Zunächst Kleintierfresser, ab 15cm fast ausschließlich Raubfisch; dies hängt von Kieferbau und Schlundgestaltung ab.
 
Fortpflanzung: Die Laichzeit für den Barsch beginnt im Frühjahr (April bis Mai), wenn die Wassertemperatur 7-8°C erreicht. Die Eier werden in langen Gallertschnüren an Wasserpflanzen geheftet und nach etwa 12-18 Tagen schlüpfen die jungen Barsche. Die Geschlechtsreife erreicht der Barsch mit zwei bis vier Jahren. In Fließgewässern macht er gelegentlich eine kurze Laichwanderung stromaufwärts.
 
Angelmethoden: Grund- und Spinnangelei
 
1.Grundangelei: es lohnt sich, auch speziell mit der Grundangel auf den Barsch zu angeln und ihn nicht  lediglich als Beifang zu betrachten. Leichte, mittelharte Rute, Schnur 0,25-0,30mm (2,5-4,5kp Tragkraft), mittleres, schlankes Floß, eventuell Gleitfloß. Dünnes Stahlvorfach, Drilling (Gr.3-7), je nach Größe des zu erwartenden Fisches.
Köderfische: kleine Gründlinge, Bitterlinge, Elritzen. Köder vor dem Gelege auf 1/3 bis 1/2 der Wassertiefe senken, vor der Schar und im Freiwasser bis dicht über den Grund. Tauwurm oder kleines Wurmbündel (Mistwürmer). Beim Wurmköder ist nur einfacher Haken gestattet (Gr.1-5). Dämmerstunden am Morgen und Abend sind, besonders in der warmen Jahreszeit, oft am günstigsten.
 
2.Spinnangelei: Leichte, mittelharte, gut federnde Rute, 1,80-2,50m, Stationärrolle, Schnur 0,25-0,30mm, kleine bis mittlere, rasch rotierende Spinner oder kleine Blinker (bis 5cm). Meist ist Flachspinnen günstiger, doch an Scharkante kann tiefgeführter Köder oft besonders starke Exemplare zum Anbiss verleiten.
 
Gehakte Fische möglichst rasch aus der Nähe des Anbissortes holen, weich drillen. Das Maul des Barsches ist spröde und der Haken kann leicht ausschlitzen. Schnur nicht locker lassen. Barsch kämpft nicht so sehr mit langen Fluchten als mit wilden Schüttelbewegungen, ausdauernd, reizvoller Drill. Bessere Fische unbedingt mit Kescher unterfangen.
 
Besonderheiten: Der Barsch ist ein sehr wohlschmeckender Fisch mit weißem, festem Fleisch und ist geräuchert eine Delikatesse.Die Kammschuppen sind schwer zu entfernen, deshalb die gefangenen Fische sofort schuppen; sonst kann kurzes (bis 1Min.) Einlegen in kochendes Wasser das Schuppen erleichtern. Vorsicht - Verletzungen durch die harten Stachelstrahlen der Rückenflosse eitern oft und heilen schwer.
 
 

 

 

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